| Geschichte der Mitte
der 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts begannen Diskussionen
zwischen Juristen der Bauherrenseite, der Auftragnehmerseite und von Seiten
der Wissenschaft über die Sinnhaftigkeit der Gründung eines
Vereins, in dem baurechtliche Themen vorgetragen und erörtert werden
könnten und der auch Lösungsvorschläge für auftretende
Probleme bis hin zu legistischen Vorschlägen erarbeiten könnte.
für den 14.6.1978 zur Gründungsversammlung mit folgendem Schreiben einlud: „Mannigfaltige
Probleme, die sich aus der Interdependenz Technik – Recht –
Wirtschaft sowohl im öffentlichen Recht als auch im Rahmen des privaten
Baurechtes ergeben, fordern die Schaffung einer Institution, die es ermöglicht,
auf neutraler Ebene diese Probleme zu diskutieren und Lösungsmodelle
zu suchen. Tatsächlich hatten die Proponenten wertvolle Anregungen durch Kontakte mit der Deutschen Gesellschaft für Baurecht und der Niederländischen Gesellschaft für Baurecht, die schon seit Jahren bestanden und auf eine erfolgreiche Tätigkeit verweisen konnten, erhalten. Wechselseitige Besuche von deren Präsidenten RA Prof. Wolfgang Heiermann, Frankfurt und RA Dr. Rozemund und Generalsekretär Dr. Straver in Amsterdam brachten wertvolle Anregungen, die noch heute mit Dank festgehalten seien. Der Verein wurde von der Vereinsbehörde mit Bescheid vom 7. August 1978 genehmigt. In der ersten Generalversammlung vom 19. September 1978 wurden folgende Personen in den Vorstand gewählt:
In der anschließenden Vorstandssitzung wurden die Funktionäre des Präsidiums einstimmig wie folgt bestimmt:
Eines der erklärten Motive war auch das Bestehen zahlreicher Vereinigungen für Techniker als Podium für Diskussionen, Meinungsaustausch und Meinungsbildung, wodurch das Fehlen einer vergleichbaren Institution für Baujuristen merkbar wurde. Eine
vom Beginn ihrer Tätigkeit an maßgebliche Materie war und blieb
für die Gesellschaft das öffentliche Vergabewesen und das Bauvertragswesen.
Die erste Veranstaltung der Gesellschaft am 30. Oktober 1979 zeigte die umfassende Palette der behandelten Themen:
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Frühjahr 1979 wurde die Gesellschaft im Rahmen eines
Forschungsvorhabens des Bundesministeriums für Bauten und Technik
zur Problematik von Unterangeboten und zur Erarbeitung von Kriterien und
Verfahren zur Ermittlung des Bestbieters aktiv. Diese Bemühungen
führten zu einem umfangreichen Forschungsauftrag. Mehr als einen
Dutzend Experten behandelten in einer umfassenden Form alle Sparten des
öffentlichen Auftragswesens, eine Untersuchung, die auch in den Folgejahren
wertvolle Grundlangen für Gesetzesentwürfe und organisatorische
Maßnahmen darstellte. Der Schlussbericht wurde von o.Univ.Prof.
Dr. Josef Aicher erstellt. Die Arbeit fand reges Interesse, so auch seitens
deutscher und Schweizer Besteller. Sogar jetzt noch gehen Anfragen ein.
Aus (leider) aktuellem Anlass wurde von RA Dr. Michael Graff das Seminar „Probleme des Insolvenzrechts bei Bau-Arbeitsgemeinschaften“ abgehalten. Vor allem die anwesenden Baukaufleute wurden in gut verständlicher Form mit den Grundzügen des Konkurs- und Ausgleichsrechts vertraut gemacht. Im Dezember 1979 wurde eine internationale Baujuristenkonferenz abgehalten, an der Vertreter aus Deutschland, den Niederlanden, aus England, Belgien und Italien teilnahmen. Im Oktober 1980 fand eine erste Studienreise ins Ausland, und zwar nach Hamburg statt, wobei sich die Gelegenheit ergab, mit Politikern der Stadtverwaltung über Probleme des Vergaberechts zu diskutieren. Eine internationale Baujuristenkonferenz in Brügge befasste sich mit den Problemen der Generalunternehmerverträge, an der diesmal auch Vertreter aus Frankreich teilnahmen. Diese Runde kann als Vorläufer der „Europäischen Gesellschaft für Baurecht“ gelten, die 1981 zunächst in Mailand und mit Bestätigung anlässlich einer Sitzung in Venedig gegründet wurde, als deren 1. Präsident Dr. jur. Fritz Honsak bestimmt wurde. Die ersten Mitglieder waren die Gesellschaften Deutschlands, der Niederlande, Italiens und Österreichs. Im selben Jahr wurde in Linz ein Seminar über „Probleme der Produkthaftpflicht“ abgehalten, u.a. mit den Referenten Dr. Posch und o.Univ.Prof. Dr. Krejci. Im Jänner 1981 veranstaltete die Gesellschaft ein Symposium zur Reform des Vergaberechts mit Vorträgen der Referenten der Forschungsarbeit. Der zu diesem Zeitpunkt vorgelegte Entwurf eines Vergabegesetzes war Anlass, die Erkenntnisse der Forschungsarbeit entsprechend einzubringen. Im September 1982 fand ein Symposium „Bauen im Ausland“ in Salzburg statt, es referierte u.a.Ministerialrat Mag. Staringer vom BM f. Finanzen über „Grundzüge der österreichischen Exportförderung“. Die diesjährige Baurechtsreise führte nach Rom. Im März 1983 wurde ein Symposium über die „ÖNormen des Verdingungswesens“ mit den Vortragenden o.Univ.Prof. Dr. Krejci, Frau Dr. Langer, Min.Rat DI Schultz und DI Dr. Hartmann abgehalten, das mit 100 Teilnehmern auf großes Interesse stieß. Die Studienreise dieses Jahres führte nach Holland, wo neben Fachvorträgen Damm-und Deichbauten besichtigt wurden. Im gleichen Jahr wurde das Institut für Baurecht gegründet, das weitgehend in Personalunion mit Funktionären der Gesellschaft mit starker wissenschaftlicher Ausrichtung geführt wird. 1984
wurde über das „Neue Insolvenzrecht“ referiert
und eine Veranstaltung „Zur Reform der Wohnbauförderung“
abgehalten. Die Studienreise führte nach Stockholm. Ein über
Initiative von Dr. Hartmann organisierter Ausbildungslehrgang über
Vergabewesen, Bauvertragswesen, Kalkulation, Preisumrechnung mit den Referenten
aus dem Mitgliederkreis und mit dem Thema befassten Technikern fand regen
Zuspruch und musste mehrmals wiederholt werden. Es war dies die erfolgreichste
Veranstaltungsserie über Jahre, an der u.a. als Vortragende folgende
Herren mitwirkten: Im
gleichen Jahr konnte die Gesellschaft im neu erbauten Haus des Österreichischen
Normungsinstituts im Hinblick auf vielfache personelle und fachliche Verschränkungen
ein kleines Büro beziehen. 1986 Dr. Stefan Schwarzer, Univ. Prof. Dr. Raschauer, GD DI Pöchhacker, BMin. Dr. Übleis und Staatssekretär Eipeldauer referierten bei einem Symposium „Bauen und Umwelt“, das sehr gut besucht war. Eine weitere Veranstaltung war dem Zivilschutz gewidmet. In diesem Jahr führte die Studienreise nach Edinburgh. Im Oktober 1987 wurde ein Symposium zum Thema „Rechtsprobleme des Baugrundrisikos“ mit den Herren Prof. Korbion, Düsseldorf, o.Univ.Prof. Dr. Krejci und DI Schurmann von der Vereinigten Haftpflichtversicherungs-AG Hannover abgehalten. Die Studienreise führte nach Istanbul, wo u.a. die neue Bosporus-Brücke besichtigt wurde und mit dem österreichischen Handelsdelegierten die Chancen österreichischer Baufirmen im Land erörtert wurden. Im November 1988 wurde ein Symposium zum Thema „Die Bauwirtschaft im EG-Binnenmarkt“ veranstaltet, zu dem Horst Franke vom Hauptverband deutscher Bauindustrie, Prof. Dr. Ehm vom Ministerium für Bauordnung, Bauwesen und Städtebau in Bonn und o.Univ.Prof. Dr. Aicher, GD Braun von der EG Kommission und o.Univ.Prof. Dr. Krejci referierte. Auch Steuer-und Lohnverrechnungsfragen waren Themen von Seminaren. Die Baurechtsreise führte in diesem Jahr nach Lissabon. Im
Juni 1989 war die „Vergabeordnung für
öffentliche Bauten“ und „RVS-Bestimmungen“
ein Thema, zu deren Zustandekommen Mitglieder der Gesellschaft initiativ
beitrugen, und war Gegenstand einer Veranstaltung mit 100 Teilnehmern.
Baukalkulation und Steuerreform waren weitere Seminarthemen. Die Studienreise
führte in diesem Jahr in die Westschweiz, zur Universität Fribourg. Im September 1991 fand ein Seminar über „Der Bauunternehmer und die Entwicklung des Umweltrechts in Österreich“ statt mit den Referenten Dr. Funk, Dr. Brezovic, Dipl.-Ing. Steinmaurer und Dr. Müllner. Die Baurechtsreise führte in diesem Jahr nach Hamburg. Im September 1992 wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Normungsinstitut ein Symposium zum Entwurf eines Bundesvergabegesetzes abgehalten, bei welchem SC Dr. Holzinger, o.Univ.Prof. Dr. Korinek, Univ.Prof. Dr. Aicher, Frau Min.Rat Lampe-Helbig (BRD) sowie Dr. Holoubek referierten und das mit 130 Teilnehmern außerordentlich gut besucht war. Die erfolgreichen Seminare „Rechtspraxis für Bauleiter“ in 3 Abschnitten von RA Dr. Kurbos wurden wiederholt, womit sich die Seminarzahl bereits auf 10 erhöhte. Gemeinsam mit dem Österreichischen Normungsinstitut wurden 6 Einführungsseminare zur neuen ÖNorm A 2050 abgehalten. Die Baurechtsreise führte in diesem Jahr nach Brüssel. Der November 1993 brachte einen Höhepunkt durch die Veranstaltung der Europäischen Baurechtskonferenz in Wien, die sich den Auswirkungen des EG-Beitritts auf das Baurecht widmete. Die Studienreise führte diesmal außerhalb Europas, in die USA. In diesem Jahr übernahm DI Dr. Hartmann von Dr. Müllner die Funktion des Generalsekretärs. Auch 1994 wurden die bewährten Seminare Dr. Kurbos und die Grundlehrgänge (Baumängel, Kalkulation, Vergabewesen) wiederholt. Die Studienreise führte in diesem Jahr nach Berlin. Auch 1995 fanden die bewährten Lehrgänge ihre Fortsetzung. Eine Veranstaltung, gemeinsam mit VIBÖ und Österreichischem Normungsinstitut war den Vergabegesetzen in den Bundesländern gewidmet. Es referierten die Herren Professoren Dr. Korinek und Dr. Aicher, Frau Dr. Gutknecht, Herr Dr. Grussmann und HRat DI Pfeiler. Die Zahl der Veranstaltungen erreichte 21. Die Studienreise führte nach Sevilla und brachte interessante Aufschlüsse über die Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft im Baubereich in einem Land, das bereits EU-Mitglied ist. Auch internationale Baurechtskonferenzen, so in London und Heidelberg, wurden von den Funktionären der Gesellschaft zum Erwerb eines guten Informationsstandes besucht. 1996 Neben mehrfacher Wiederholung der bewährten Seminare wurde eine Studienreise in die Niederlande durchgeführt, wo ein Hauptthema ein Meinungsaustausch über Wohnbauweisen und moderne Technologie zur Kostensenkung war. Die Europäische Baurechtskonferenz fand erstmals bei der als neues Mitglied gewonnen Gesellschaft in Prag statt, die auch einen Empfang beim Tschechischen Bautenminister arrangieren konnte. Im Dezember 1996 fand gemeinsam mit dem Österreichischen Normungsinstitut eine Veranstaltung zur Novellierung des Bundesvergabegesetzes statt, bei der Univ.Prof. Dr. Aicher, Dr. Grussmann, Mag. Fruhmann und Min.Rat. Mag. Pachner referierten. 1997 wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Normungsinstitut das Thema „Das neue Bauproduktengesetz des Bundes“ behandelt. Desgleichen das Thema „Baukostenmanagement“. Die Studienreise führte nach Avignon mit dem Schwerpunkt der Revitalisierungsprogramme für historische Bauten sowie der Planung der TGV-Trasse von Lyon nach Marseille. Eine gewisse Sättigung trat im Bereich der bisher so erfolgreichen Seminartätigkeit ein. 1998 führte die Studienreise nach Oslo. In diesem Jahr feierte die Gesellschaft ihren 20-jährigen Bestand mit einem Symposium zum Thema „Entwicklung und Tendenz im Vergabewesen“. Es referierten Prof. Heiermann und Dr. Ax (BRD), Univ.Prof. Dr. Holoubek, Mag. Platzer und Mag. Dr. Fruhmann. Verdienten Funktionären und fördernden Freunden (Prof. Heiermann, Dr. Fritz Honsak, Ing. Dr. Hartmann) wurden Urkunden bzw. Ehrennadeln überreicht. Eine Veranstaltung war dem Thema „Änderungen im Insolvenzrecht“ gewidmet. Im gleichen Jahr erfolgte nach Rücktritt des langjährigen Präsidenten Dr. Fritz Honsak, der in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit ernannt wurde, die Wahl von Dr. Alfons Huber zum neuen Präsidenten. Ing. Dr. Gerhard Hartmann wurde zum Vizepräsidenten und Dr. Hans Gölles zum Generalsekretär gewählt. Eine Vortragsveranstaltung von o.Univ. Prof. DDr. Barfuß war dem Thema „EU-Recht“ mit seinen Auswirkungen auf die österreichische Rechtsordnung und ein Kamingespräch dem Entwurf zum Bundesvergabegesetz gewidmet. Die Baurechtsreise führte in diesem Jahr nach Oslo. 1999 In diesem Jahr hat sich die Gesellschaft intensiv in Diskussionen und Vorbereitungen zur Schaffung eines institutionalisierten Schiedsgerichts eingeschaltet. Die Europäische Baurechtstagung fand in Den Haag statt. Im November und Dezember dieses Jahres wurden Seminare über „Checkliste für Angebote, funktionale Ausschreibungen“ sowie „Aktuelle Entwicklungen im Vergaberecht“ veranstaltet. 2000 Die als neue Einrichtung eingeführten Kamingespräche mit Kurzreferaten und einer Diskussion fanden guten Anklang und waren den Themen „Jüngste Judikatur des EUGH und VfGH zum Vergaberecht“ sowie „Novelle des Wiener Vergabegesetzes sowie Wiener Vergabekontrolle“, „20%-Klausel der ÖNORM B 2110, Grundlagen und Anwendungen“, „System des Rechtsschutzes im Vergaberecht“ und „Die neuen ÖNORMEN für das Bauprojekt-und Objektmanagement“ gewidmet. Ein besonders arbeitsintensives Jahr brachte 3 Vorträge zur ÖNORM A 2050 und 4 weitere Seminare zur ÖNORM B 2110 bzw. ÖNORM A 2051. Weitere Vorträge waren „Aktuelle Entwicklungen im Vergabewesen“ mit den Referenten o.Univ.-Prof.Dr. Josef Aicher, RA MMag. Dr. Bernt Elsner, Mag. Dr. Michael Fruhmann, Dr. Thomas Haunold; Dr. Alfons Huber, HR DI Peter Pfeiler, OAR Walter Taborsky, sowie der „Novelle 2000 zum UVP-Gesetz, GewO und AWG“ mit den Referenten o.Uiv.-Prof. Dr. Bernhard Raschauer u. Dr. Karl Grün gewidmet. Weitere Veranstaltungen fanden zu den Themen „Bauvertragsanalyse: Risikomanagement unter Berücksichtigung vertraglicher Aspekte“ und „Die Anwendung der Vergabegesetze und –Normen in der Praxis“ statt und mehrere Wiederholungen des Vortrags „Baukostenmanagement und Nachtragsforderungen“. Die Baurechtsreise führte nach Warschau, wo Gelegenheit war, die Wiederaufbauarbeiten an historischen Gebäuden und Plätzen zu bewundern. Mit dem weiteren Reiseziel Krakau wurde eine der kulturellen Perlen Polens besichtigt. Das
Jahr 2001 brachte mit der Übernahme der Präsidentschaft
der Europäischen Gesellschaft für Baurecht (Dr. Huber) die diesjährige
Europäische Baurechtskonferenz am 5.10.2001 nach Wien. Nach Grußworten
führte Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek mit einem, in gewohnter
Weise mitreißenden Einleitungsreferat in den Gedanken der europäischen
Zusammenarbeit ein, Referenten aus der Tschechischen Republik, aus Ungarn,
der Slowakischen Republik und Polen berichteten über deren Vorbereitung
zum EU-Beitritt, vor allem auf baurechtlichem Gebiet. Die Österreichische
Gesellschaft konnte mit Freude feststellen, dass ihre unterstützenden
Initiativen für die Slowakische Gesellschaft und die Ungarische Gesellschaft,
sowie einleitend für die Gründung einer Polnischen Gesellschaft
mit Interesse aufgegriffen wurden. In der Folge berichtete Dr. Alfons
Huber und o.Univ.Prof. Dr. Heinz Krejci von der Schaffung des Bauschiedsgerichts
im Österreichischen Normungsinstitut und die hierzu verfassten
ONRegeln und –Formulare, während Vizepräsidentin Victoria
Russell, London, Prof. Wolfgang Heiermann, Frankfurt, Prof. Philippe Malinvaud,
Paris, über die Erfahrungen mit Schiedsgerichten in ihren Ländern
referierten. Domenico Campogrande berichtete über den Stand der Verhandlungen
über das Gesetzespaket der EU betreffend öffentliche Aufträge,
Frau Mag. Martina Winkler vom Bundeskanzleramt über die Position
Österreichs hierzu. Abgerundet wurde die mit größtem Interesse
aufgenommene Veranstaltung mit einem Referat von Univ.Prof. Dr. Michael
Holoubek über die aktuelle Entwicklung des österreichischen
Vergaberechts. In den Rahmenveranstaltungen wurden den Gästen ein
Besuch im Leopold-Museum und ein Konzert der Universität für
Musik und darstellende Kunst im Konzertsaal des Salesianerinnen-Klosters
sowie ein Heurigenabend geboten. Der 6. Oktober war der Präsidentenkonferenz
vorbehalten, bei der Victoria Russell zur Präsidentin der Europäischen
Gesellschaft für 2002 und Prof. Alfonso Hernandez Moreno für
das Jahr 2003 gewählt wurden. Unter dem Titel „Vergaberecht
Quo Vadis“ fand eine prominent besetzte Vortrags-und Diskussionsveranstaltung
im Zusammenhang mit der geplanten Novelle des Vergabegesetzes statt. Auch
sozialrechtliche Themen waren Gegenstand eines Seminars u.zw. über
2003 „Die neue ÖNORM B 2110“, Vortragende Univ.Prof. Dr. Aicher und Dr. Gölles, war Thema eines Seminars. Über „Erste Erfahrungen mit dem neuen Vergaberecht, das neue Vergabeamt“ referierten in einem Kamingespräch die Herren Min.Rat. Dr. Sachs, Vorsitzender des Bundesvergabeamtes sowie Herr Mag. Dr. Michael Fruhmann, Bundeskanzleramt. Ein weiteres Seminar hatte „Problemlösungen und Checkliste zum Bundesvergabegesetz 2002“ mit den Vortragenden DI Dr. Ellmer, Dr. Gölles, DI Leißer zum Inhalt. Ferner referierten Univ.Prof. Dr. Aicher und Dr. Gölles zum Thema „Von der Ausschreibung zum Vertrag – Schnittstellen zwischen Vergabe- und Vertragsrecht“. Herr Hofrat Prof. Dr. Franz Hartl war Vortragender beim Seminar „Vertragsgespräche“. DI Peter Fischer, HL-AG, Dr. Hartwig Chromy, Bundesimmobiliengesellschaft, Dr. Oliver Sturm, Rechtsanwalt, Dr. Michael Breitenfeld, Rechtsanwalt, DI Dr. Heimo Ellmer, ON und Dr. Hans Gölles, SV referierten über „Erste Erfahrungen mit dem neuen Vergaberecht für Praktiker“. Die Baurechtsreise führte in den Elsass, wo neben den eindrucksvollen Zeugnissen einer großen kulturellen Vergangenheit auch Gelegenheit war, mit einem Professor der dortigen Universität einen Meinungsaustausch zu pflegen und die Einrichtungen des Europarates, des Europaparlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bei einem Besuch kennen zu lernen. Am 29.10.2003 feierte die Gesellschaft ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Radisson SAS Palais Hotel bei dem Univ.Prof. Dr. Heinz Krejci, der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft einen Überblick über die Gründungsmotive und die Geschichte der Gesellschaft gab und auch zum neuen, von ihm wesentlich mitbetreuten Unternehmensrecht referierte.
Zahlreiche in- und ausländische Glückwunschadressen bestätigten die Anerkennung, die sich die Gesellschaft erwerben konnte. |
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